Image
Computer und Tablet

Höhere Berufsbildung

Lerntypen erkennen und fördern: Tipps für den Übertritt in die höhere Berufsbildung Teil 2

Nicht alle Menschen lernen gleich. Manche behalten Inhalte besser durch Zuhören, andere brauchen Bilder, Bewegung oder das Ausprobieren. Wer seinen Lerntyp kennt, kann seine Lernstrategien gezielt anpassen. Wir stellen Ihnen die vier häufigsten Lerntypen vor und geben Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeitenden beim Finden und Nutzen ihres individuellen Lernstils unterstützen können.

In der Lernpsychologie wird zwischen vier verschiedenen Lerntypen unterschieden. 

 

  • der auditive Lerntyp (Hören)
  • der visuelle Lerntyp (Sehen/lesen)
  • der kommunikative Lerntyp (Diskutieren)
  • der motorische Lerntyp (Bewegen)

 

Der auditive Lerntyp (Hören) lernt am besten durch Hören und Sprechen. Darum bevorzugt er Vorträge, Lesungen, Podcasts oder Diskussionen und versteht Texte besser, wenn er sie sich laut vorliest. 

 

Lerntipps:

  • Inhalte als Audio aufnehmen und beim Spazierengehen anhören
  • Lernstoff mit anderen besprechen oder in Lerngruppen wiederholen

 

Der visuelle Lerntyp (Sehen) merkt sich Informationen durch Bilder, Farben oder Strukturen. Er arbeitet gerne mit Grafiken, Skizzen oder Mindmaps und hat ein gutes “inneres Auge” für Textbilder und Zusammenhänge

 

Lerntipps:

  • Lernstoff mit Farben strukturieren (z. B. Marker, Mindmaps)
  • Skizzen oder Lernplakate anfertigen

 

Der kommunikative Lerntyp (Diskutieren) lernt durch den Austausch mit anderen, kann Dinge gut erklären und merkt sich Inhalte durch Diskussionen. Dieser Lerntyp bevorzug Gruppenarbeiten und offen Fragen.

 

 

Lerntipps:

  • Lernstoff in eigenen Worten erklären
  • Regelmässiger Austausch in Lerngruppen
  • Lernkarten mit Quiz-Charakter nutzen

 

Der motorische Lerntyp (Bewegen) lernt durch Bewegung, Handeln und Nachmachen. Daher hat dieser Lerntyp Mühe, lange stillzusitzen oder rein theoretische Inhalte zu lernen.

 

Lerntipps:

  • Lernstoff beim Gehen oder mit Gesten wiederholen
  • Inhalte handschriftlich notieren oder Modelle basteln
  • Simulationen oder praktische Übungen nutzen

 

Seinen eigenen Lerntyp kennen:

 

Die wenigsten Menschen sind reine Lerntypen – meist sind es Mischformen mit einem dominanten Stil. Um den eigenen Lerntyp kennenzulernen, helfen folgende Fragen:

 

  • Wie habe ich früher erfolgreich gelernt?
  • Welche Lernmethoden frustrieren mich schnell?
  • Was hilft mir, mir Dinge im Alltag schnell zu merken?

 

Online-Tests und Fragebögen, die eine erste Einschätzung ermöglichen, können hilfreich sein.

Zum Lerntypentest

Wichtig ist: Lerntypen sind keine starren Schubladen, sondern Orientierungshilfen. Entscheidend ist, dass Ihre Mitarbeitenden den eigenen persönlichen Stil finden und bewusst nutzen.